Strom ist im Alltag allgegenwärtig — und doch wissen die wenigsten genau, wofür sie ihn eigentlich verbrauchen. Eine aktuelle Befragung zeigt: Den meisten Haushalten ist ein sparsamer Verbrauch wichtig, und tatsächlich ist der Stromverbrauch in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Wir erklären, wo im Haushalt die größten Verbraucher sitzen und mit welchen einfachen Maßnahmen Sie Ihre Stromkosten senken.
Das Wichtigste in Kürze
- 69 Prozent der deutschen Haushalte legen Wert auf einen sparsamen Stromverbrauch.
- Der durchschnittliche Stromverbrauch ist gegenüber 2020 um rund 230 kWh bzw. knapp 9 Prozent gesunken.
- Bei 1-Personen-Haushalten ging der Verbrauch um rund 18 Prozent zurück, bei 2-Personen-Haushalten um rund 12 Prozent.
- Den größten Anteil am Stromverbrauch haben mit 29 Prozent Informations- und Kommunikationstechnologien.
- Mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt sich der Verbrauch oft spürbar weiter senken.
Sparsamkeit ist im Trend
Eine Befragung von über 7.500 Haushalten kam zu einem klaren Ergebnis: Mehr als zwei Drittel der Menschen achten bewusst auf einen sparsamen Stromverbrauch. Und das schlägt sich auch in den Zahlen nieder.
Über alle Haushalte hinweg ist der durchschnittliche Stromverbrauch gegenüber dem Jahr 2020 um rund 230 Kilowattstunden gesunken — das sind knapp 9 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang in kleineren Haushalten: In Single-Haushalten sank der Verbrauch um etwa 18 Prozent, in Zwei-Personen-Haushalten um rund 12 Prozent. Effizientere Geräte, bewussteres Verhalten und sparsamere Beleuchtung machen sich hier offenbar bemerkbar.
Wo der Strom wirklich hingeht
Viele denken beim Stromsparen zuerst an Kühlschrank oder Waschmaschine. Tatsächlich hat sich der größte Posten aber verschoben: Informations- und Kommunikationstechnologien verbrauchen mit rund 29 Prozent den größten Anteil des Haushaltsstroms.
Dazu zählen unter anderem:
- Fernseher, Streaming-Geräte und Spielekonsolen
- Computer, Laptops, Monitore und Drucker
- Router, WLAN und Smart-Home-Geräte
- Ladegeräte und Mobilgeräte im Dauerbetrieb
Viele dieser Geräte laufen im Hintergrund oder im Standby — und summieren sich über das Jahr zu einem erheblichen Betrag. Genau hier liegt also ein großer, oft unterschätzter Hebel.
Praktische Tipps zum Stromsparen
Mit einigen einfachen Schritten lässt sich der Verbrauch im Alltag senken — ohne spürbaren Komfortverlust:
- Standby vermeiden: Schaltbare Steckdosenleisten trennen Fernseher, Konsolen und Router-Peripherie vollständig vom Netz. Das spart über das Jahr bares Geld.
- Geräte bewusst laden: Ladegeräte ziehen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom — nach dem Laden ausstecken.
- Effiziente Geräte wählen: Bei einer Neuanschaffung lohnt der Blick auf die Energieeffizienzklasse. Gerade bei Kühl- und Gefriergeräten, die rund um die Uhr laufen, rechnet sich ein sparsames Modell schnell.
- Beleuchtung auf LED umstellen: LED-Lampen verbrauchen einen Bruchteil herkömmlicher Leuchtmittel und halten deutlich länger.
- Wasch- und Spülmaschine voll beladen und mit niedrigeren Temperaturen betreiben — moderne Geräte reinigen auch im Eco-Programm zuverlässig.
- Verbrauch sichtbar machen: Ein einfaches Strommessgerät entlarvt heimliche Stromfresser im Haushalt.
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Basierend auf Marktdaten aus einer Fachzeitschrift der Energiewirtschaft (Ausgabe Juni 2026), redaktionell neutral aufbereitet. Datengrundlage u. a. eine Haushaltsbefragung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft.
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